Gangsta Gang in Chumphon, an der Schnittstelle zur suedlichen Golfkueste Thailands.
18.12.07
Fotoder Woche IV
oder war es III...

Gangsta Gang in Chumphon, an der Schnittstelle zur suedlichen Golfkueste Thailands.
Gangsta Gang in Chumphon, an der Schnittstelle zur suedlichen Golfkueste Thailands.
02.12.07
Disconnected
Wir sind fast unterwegs in den Sueden Richtung Insel und werden sehr wahrscheinlich kein Internet haben. In ca. eineinhalb Wochen mehr...
01.12.07
Asubha Bhavana oder: Meditation fuer Hartgesottene und Ronald MacDonald, die laechelnde Fratze des globalen Kapitalismus
Vergesst eure Volkshochschul- und Fitnesststudiokurse! Chakren- oder Power-Yoga mit ledigen Managern? Mit Buerokaufleuten und die Pflege ihrer gerade noch aus dem Fegefeuer entkommenen Eitelkeiten? Mit gelangweilten Hausfrauen in der Midlifecrisis? Nein Danke! Nach den ganzen Esoterikweichspuelern wird es Zeit fuer was Krasses und Originelles, was die Einsicht in die Verfallenheit dieser Welt wirklich vorantreibt. Also kurze Tour in die Vororte von Bangkok, wo man sich in Tempeln kleiner Reformsekten geistreich fortbilden kann. Zwischen den wirklich minimalistischen Moenchszellen eine kleine Meditationshuette, die der Praxis des asubha-bhavanas ("Kontemplation des Widerwaertigen") gewidmet ist.
http://www.palikanon.com/wtb/asubha.html
http://www.palikanon.com/visuddhi/vis08_01.htm
Ein grosses Plakat im Tempel hilft einem, die Meditation zu fokussieren.

Durch 10 verschiedene Betrachtungsweisen des sich zersetzenden Koerpers wird dabei Einsicht in die Prozesse der Nicht-Kontinuitaet gewonnen, Eitelkeit soll gehemmt werden. Alleine schon da naehere betrachten des Plakats hat einen erstaunlichen Effekt.
Frueher haben Glaeubige ihre Koerper haeufiger an Tempel gespendet, um den Moenchen Gelegenheit zu geben, sich darin zu ueben. Klar, das so etwas dem Westler skurril erscheinen muss: Nachdem vor einigen Jahren ein englisches Filmteam unter Vortaeuschung von falschen Tatsachen eine Art "cannibal monks" Bericht daraus gemacht hat, wird nun haeufiger mit Plakaten und Mumien geuebt. Schade...

Wer es mal wirklich ausprobieren will - geht auch im Internet! Aber nur bei wirklichen Interesse. Nicht leicht verdaulich das Ganze und bitte nicht vor dem Essen.
http://www.wakeupsmart.com/Asubha.html
Ansonsten mit dem Vipassana Kurs an der Volkshochschule anfangen und dann bei Fortschritt umsteigen.
Aber soweit muss man vielleich gar nicht gehen. Bei einer kleinen Unterhaltung in Chiang Mai erzaehlte eine Anhaengerin dieser sozial sehr engagierten Reformsekte, dass der populaere Buddhismus in grossen Staedten ja doch recht "kapitalistisch" geworden ist. Das Argument ist in Thailand wirklich nicht ganz von der Hand zu weisen. Also kann man durchaus auch die Widerwaertigkeiten dieses Systems in seine Meditationspraxis mit einbinden, oder? Ist auch fuer kritisch linke Westler besser geeignet. Leider habe ich in Bangkok bis jetzt erst ein Meditationsbild gefunden. Als ich aus dem Tempel kam und in der Innenstadt einen Kaffee trank, musste ich bei diesen Anblick sofort an eine modernisierte Version von asubha-khammatan denken.

Was legitimiert also den Status von Ronald MacDonald als laechelnde Fratze des Fast-Food Kapitalismus und postmodernes Kontemplationsobjekt des Widerlichen?
"According to the book Fast Food Nation (2001), 96% of school children in the United States can identify Ronald McDonald, making him the United States' most recognized fast food advertising icon. Only Santa Claus was more commonly recognized. In television commercials, the clown inhabits a fantasy world called McDonaldland, and has adventures with his friends Mayor McCheese, the Hamburglar, Grimace, Birdie the Early Bird, and The Fry Kids. The McDonald's Corporation has also characterized Ronald McDonald as being able to speak 31 different languages." (Wikipedia).
http://www.ifilm.com/video/2684677
Eine wirklich Herausforderung bei dieser Meditation ist also das ja so gar nicht widerwaertige Erscheinungsbild von Ronald. Er laechelt ja und tut ja auch Gutes fuer kranke kleine Kinder aus armen Familien!
http://www.ronald.com/
Aber "System-Asubha" (© Dr. Pat) geht hier weiter und verlangt von seinen Adepten kritische Reflektion waehrend der Meditation. Wenn Ronald fast so populaer ist wie Santa Claus, dann folgt daraus, dass nicht nur das Marxsche falsche Bewusstsein in Ronald verkoerpert wird, sondern sein Laecheln einen DIREKTEN Wahheitsgehalt hat:
"Metaphysical categories are not merely an ideology concealing the social system; at the same time they express its nature, the truth about, and in their changes are precipitated those in its most central experiences." (Adorno: Minima Moralia)
Bis dann,
P.
http://www.palikanon.com/wtb/asubha.html
http://www.palikanon.com/visuddhi/vis08_01.htm
Ein grosses Plakat im Tempel hilft einem, die Meditation zu fokussieren.

Durch 10 verschiedene Betrachtungsweisen des sich zersetzenden Koerpers wird dabei Einsicht in die Prozesse der Nicht-Kontinuitaet gewonnen, Eitelkeit soll gehemmt werden. Alleine schon da naehere betrachten des Plakats hat einen erstaunlichen Effekt.
Frueher haben Glaeubige ihre Koerper haeufiger an Tempel gespendet, um den Moenchen Gelegenheit zu geben, sich darin zu ueben. Klar, das so etwas dem Westler skurril erscheinen muss: Nachdem vor einigen Jahren ein englisches Filmteam unter Vortaeuschung von falschen Tatsachen eine Art "cannibal monks" Bericht daraus gemacht hat, wird nun haeufiger mit Plakaten und Mumien geuebt. Schade...

Wer es mal wirklich ausprobieren will - geht auch im Internet! Aber nur bei wirklichen Interesse. Nicht leicht verdaulich das Ganze und bitte nicht vor dem Essen.
http://www.wakeupsmart.com/Asubha.html
Ansonsten mit dem Vipassana Kurs an der Volkshochschule anfangen und dann bei Fortschritt umsteigen.
Aber soweit muss man vielleich gar nicht gehen. Bei einer kleinen Unterhaltung in Chiang Mai erzaehlte eine Anhaengerin dieser sozial sehr engagierten Reformsekte, dass der populaere Buddhismus in grossen Staedten ja doch recht "kapitalistisch" geworden ist. Das Argument ist in Thailand wirklich nicht ganz von der Hand zu weisen. Also kann man durchaus auch die Widerwaertigkeiten dieses Systems in seine Meditationspraxis mit einbinden, oder? Ist auch fuer kritisch linke Westler besser geeignet. Leider habe ich in Bangkok bis jetzt erst ein Meditationsbild gefunden. Als ich aus dem Tempel kam und in der Innenstadt einen Kaffee trank, musste ich bei diesen Anblick sofort an eine modernisierte Version von asubha-khammatan denken.

Was legitimiert also den Status von Ronald MacDonald als laechelnde Fratze des Fast-Food Kapitalismus und postmodernes Kontemplationsobjekt des Widerlichen?
"According to the book Fast Food Nation (2001), 96% of school children in the United States can identify Ronald McDonald, making him the United States' most recognized fast food advertising icon. Only Santa Claus was more commonly recognized. In television commercials, the clown inhabits a fantasy world called McDonaldland, and has adventures with his friends Mayor McCheese, the Hamburglar, Grimace, Birdie the Early Bird, and The Fry Kids. The McDonald's Corporation has also characterized Ronald McDonald as being able to speak 31 different languages." (Wikipedia).
http://www.ifilm.com/video/2684677
Eine wirklich Herausforderung bei dieser Meditation ist also das ja so gar nicht widerwaertige Erscheinungsbild von Ronald. Er laechelt ja und tut ja auch Gutes fuer kranke kleine Kinder aus armen Familien!
http://www.ronald.com/
Aber "System-Asubha" (© Dr. Pat) geht hier weiter und verlangt von seinen Adepten kritische Reflektion waehrend der Meditation. Wenn Ronald fast so populaer ist wie Santa Claus, dann folgt daraus, dass nicht nur das Marxsche falsche Bewusstsein in Ronald verkoerpert wird, sondern sein Laecheln einen DIREKTEN Wahheitsgehalt hat:
"Metaphysical categories are not merely an ideology concealing the social system; at the same time they express its nature, the truth about, and in their changes are precipitated those in its most central experiences." (Adorno: Minima Moralia)
Bis dann,
P.
30.11.07
Foto der Woche III
27.11.07
Loy Kratong....
Ich habe im Wipanan Mansion di
Unser Loy Kratong fing so richtig am Freitag an, als das Wipanan Mansion zum
Manche konnten es natuerlich nicht erwarten und so sah man, wenn man dann
Nach diesem Hoehepunkt und dem folgenden Moenchsgesang, dieses Mal aus der Dose und bgeleitet von kitschigen weihnachtsaehnlichen Instrumentalvariationen (Dr. P. konnte es einfach nicht fassen) leerte sich der Platz allmaehlich. Alle wollten ja so schnell wie moeglich zurueck in die Stadt und deshalb ging erst einmal gar nichts mehr. Wir waren froh, dass wir kundige Thais dabei hatten, die erst einmal auf relaxen setzten. Wir erhaschten noch ein paar Blicke von dem "inneren Sanctum" der Laternenfliegerei, da es jetzt angenehm leer war und relaxten auch. Bei der Rueckfahrt haben wir dann endlich gescheckt, dass im Auto noch ein dritter Platz hintenf frei war und ich setzte mich zu dem aelteren japanischen Ehepaar, dass kein Wort Englisch konnte und drei Brocken Thai. Also laechelten wir uns die ganze Fahrt ueber nett an und hinten im Kofferraum gab es nicht ganz so steife Glieder.
22.11.07
20.11.07
Fakten und Zahlen beim Sumo
Beim Amateursumo kann kein Geld verdient werden. Der einzige
Preis ist der Sieg. Japanische Sumoringer haben darueber hinaus evtl. die Chance ins Profigeschaeft einzusteigen. Ungefaehr 700 Profis kaempfen regelmaessig in den 53 Arenen in Tokio. Fuer Frauen allerdings wird Sumo immer ein Amateursport bleiben, da es ihnen nicht erlaubt ist die Profi-Dohyos (Arenen) zu betreten. Dieser Umstand resultiert aus religioesen und traditionellen Bedenken die Reinheit des Rings zu wahren. Im Gegensatz zum Ozumo (Profisumo), sind Frauen bei den Amateurkaempfen gleichberechtigt zugelassen. Zum Foto rechts: die kleinere Japanerin hat die bullige Ukrainerin mit links bezwungen.
Beim Sumo gibt es eine Startaufstellung, die sich an die Windrichtungen
Ost und West haelt. So kann z.B. Deutschland im Westen und Japan im Osten stehen. Dann betreten beide Kaempfer den Rin, stehen sich erst einmal aussen im Ring gegenueber und vollziehen ein Ritual, das aussieht wie eine Kniebeuge mit Haende zusammen klatschen. In der Mitte des Rings sind in einem gewissen Abstand zwei Linien markiert. Beide Rikishis (Sumoringer) muessen dahinter stehen. Der Schiedsrichter wartet, dass beide Kaempfer ihre Faeuste auf dem Boden haben, dann wird das Startzeichen gegeben. Im Profisport entscheiden die Kaempfer selbst ueber den Start. Sobald beide die Feauste unten haben, prallen sie auch schon gegeneinander. Vor dem eigentlichen Start die Faeuste zu ballen oder sich auf die Brust oder Oberschenkel zu schlagen sind nicht unueblich, aber von wirklichen Sumoinsidern auch nicht befuerwortet.
Bei den Amateurweltmeisterschaften gibt es mehrere Wettkampfklassen:
Maenner unter 85 kg
Maenner 85kg bis unter 115 kg
Maenner ueber 115kg
Maenner offener Wettkampf (alle Gewichte zugelassen)
Frauen unter 65kg
Frauen 65kg bis unter 80kg
Frauen ueber 80kg
Frauen offener Wettkampf (alle Gewichte zugelassen)
Ein Sieg durch henka ist im Sumo besonders verpoent. Henka bedeutet gleich beim Start zur Seite zu springen, sodass der Gegner ins Leere stoesst, das Gleichgewicht meist nicht halten kann und entweder aus dem Ring stolpert oder auf den Boden faellt und somit atomatisch verliert. Trotz aller Bemuehungen ist der Sumosport olympisch gesehen immer noch nicht voll anerkannt. Er steht noch nicht einmal auf der Liste, der moeglicherweise in der Zukunft einmal an Olympia teilnehmenden Sportarten.
Begriffe:
Rikishi: Sumokaempfer
Dohyo: die Arena/Ring, ein rechteckiger aufgeschuetteter Berg Erde mit einem Kreis
Tachiai: Der Startzusammenstoss
Gyoji: Der Schiedsrichter im Ring
Shimpan: Die Schiedsrichter ausserhalb (Linienrichter)
Mawashi: Der dicke Guertel, den der Rikishi um Huefte und zwischen den Beinen traegt
Shiko: Das abwechselnde Beine heben und aufstampfen, eine Aufwermuebung
(siehe Foto unten)
(siehe Foto unten)
Higashi: Ost (traditionell hoehere Startposition)
Nishi: West
Nishi: West
Shinsumo: (lit. neues Sumo) Frauensumo
Die diesjaehrigen Weltmeisterschaften fanden vom 16.11.-18.11.2007 in Chiang Mai, Thailand statt: ein Riesenspass!
18.11.07
Foto der Woche
Ort: An einem Ampelstopp auf dem Rueckweg vom Chaing Mai Sports Complex, wo vom 16.-18.11. die Weltmeisterschaften im Sumo-Ringen stattfanden: ich war dabei! Als Zuschauer natuerlich; mehr in einem der naechsten Blogs.
Der Hund bewahrt uebrigens auch eine galante Haltung bei Tempo 50kmh, nur die Locken liegen liegen dann etwas an.
17.11.07
Was vor dem Kochkurs geschah II
Na auf jeden Fall, nachdem man Dich in ein Gespraech verwickelt hat, wird mi
t allen Mitteln versucht, Dir irgend eine zwielichtige Tour oder sonst etwas in der Art ans Herz zu legen. Ja und der erste con wartete beim pillar, um mir diesen zunaechst mal zu zeigen. Ich hatte ihn erfolgreich und schnell abgewimmelt, nur um an der naechsten Ecke zu erfahren, dass es mehr Energie braucht, um ungestoert Fotos machen und Infotexte lesen zu koennen. Aber nach einem laengeren, energierverlustigen verbalen Duell in Thai, Lao - konnte er bloederweise natuerlich auch - Englisch und ein paar aufgeschnappten Brocken Deutsch ("Wurstjen, Biiier und Muncen" ist leider oft dabei), konnte ich dann endlich den imposanten Blick der groessten Stupa, die ich bisher gesehen habe, geniessen.
Tudongmoenche werden von der Regierung/den Machthabern in Thailand nicht gerne gesehen, da sie sich kaum kontrollieren lassen und somit eine Gefahr darstellen. In Laos sind sie logischerweise deshalb verboten. Offiziell gibt es dort keine Tudongs. In Suedthailand auf der Insel Ko Samui gibt es sogar einen Tempel, in dem man in einem Glaskasten die Mumie eines in Meditationsstellung gestorbenen Moenches bewundern kann - und das Beste: er hat eine schwarze Sonnenbrille auf (da er ja keine Augen mehr hat, aber sonst ist noch alles dran, einfach getrocknet der Junge).
15.11.07
Intermezzo: Zerstochene Reifen
Eine kleine story am Rande: An meinem ersten Tag in Chiang Mai habe ich das Peppermint Coffee entdeckt, ein Cafe-Restaurant in einer sehr ruhigen und schoenen Seitengasse (Soi) gleich neben meiner Sprachschule. Tapani (Thai) und Robbie (Englisch) fuehren diesen schoenen Platz und seitdem ich das erste Mal hier war, ist es sozusagen mein zweites zu Hause geworden.
Heute morgen war die Polizei da. Die Reifen von Robbies Auto wurden zum dritten Mal zerstochen. Tapani erzaehlte mir, dass sie erst im Maerz neu eroeffnet haben. Das Cafe laeuft blendend, weil man sich hier einfach wohl fuehlen muss, da alle im Peppermint alles dafuer tun, dass man sich vorkommt wie zu Hause.
Tapani denkt, dass es eifersuechtige Wettbewerber in der Gegend hier gibt, die das Peppermint lieber frueher als spaeter los werden moechten. Soviel dazu, wie das hier als Businessfrau(mann) so ablaeuft. So jetzt erst einmal Chicken mit Cashewnuts bestellen, die Reifen muessen ja bezahlt werden. Das Essen ist einfach super hier.
Heute morgen war die Polizei da. Die Reifen von Robbies Auto wurden zum dritten Mal zerstochen. Tapani erzaehlte mir, dass sie erst im Maerz neu eroeffnet haben. Das Cafe laeuft blendend, weil man sich hier einfach wohl fuehlen muss, da alle im Peppermint alles dafuer tun, dass man sich vorkommt wie zu Hause.
Tapani denkt, dass es eifersuechtige Wettbewerber in der Gegend hier gibt, die das Peppermint lieber frueher als spaeter los werden moechten. Soviel dazu, wie das hier als Businessfrau(mann) so ablaeuft. So jetzt erst einmal Chicken mit Cashewnuts bestellen, die Reifen muessen ja bezahlt werden. Das Essen ist einfach super hier.
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